Mörike 2

Eduard Mörike

In diesem Literaturkonzert „begegnen“ wir dem Dichter Eduard Mörike (1804-1875). Wir möchten dies auf eine sehr persönliche Weise tun, ohne Anspruch auf Vollkommenheit, jedoch mit großer Sympathie für Mörikes vielschichtige Biographie und sein dichterisches Werk.

Aufgrund seiner politischen Zurückhaltung wurde er oft  abwertend beurteilt als  schwäbisch-biedermeierlicher Dichter zipfelmütziger Idyllen. Doch sein Leben entwickelte sich fern jeglicher Idylle und sein Werk, vorallem seine Dichtung, gehört mit zum erlesensten, was man in deutscher Sprache finden kann.

Bedeutende Komponisten haben Texte von Mörike vertont, allen voran der 1860 geborene  Hugo Wolf.

Mörike fühlte sich Zeit seines Lebens besonders zu Mozarts Musik hingezogen und hat eine Novelle verfasst, die einen Tag im Leben Mozarts auf der Reise nach Prag beschreibt. In Prag soll seine neue Oper „Don Giovanni“ zur Aufführung kommen. Doch die Reise verläuft anders als erwartet, ein Mißgeschick erweist sich als Glücksfall, er wird auf ein Fest eingeladen und anderntags als Freund verabschiedet. Mörike findet und erfindet sprachlich und inhaltlich die Nähe zu Mozarts musikalischem Genie, und er gibt zugleich Einblick in sein eigenes künstlerisches Wesen und Schaffen.

Mit

Sibylle Bertsch, Moderation und Rezitation

Andrea Stein, Sopran

Marcel Brühl, Klavier