Gundula Schiffer

Gundula Schiffer, Literatin und Übersetzerin aus Köln

Vorstellen möchte ich heute die Literatin und Übersetzerin Gundula Schiffer. Sie hat den Roman „Verluste- Antonia gewidmet“, von Lea Goldberg übersetzt und es ist im September 2015 im Arco Verlag erschienen.

Nun ist ein Gedichtband entstanden, mit dem sich Gundula Schiffer als Lyrikerin vorstellt: Jerusalem-Köln, Süden über meinem Buch.

„Wie ein Weberschiffchen fliegen die Verse von Gundula Schiffer zwischen den Sprachen hin und her. Da ist das Hebräische, aus dem sie übersetzt, da ist das Deutsche, in dem sie dichtet. Dazwischen aber spannt sie Fäden aus Worten, Versen, Gedichten. Greift Motive aus der einen Sprache auf und überträgt sie, überträgt sich in die andere, verknüpft beide Dichtersprachen, verknotet, friemelt auseinander. Bis sie sich endlich von Jerusalem in den Arm nehmen lässt.“ Aus dem Vorwort von Adrian Kasnitz. http://groessenwahn-verlag.de/shop/belletristik/jerusalem-koeln/

Gundula Schiffer

Wie ein Weberschiffchen fliegen die Verse von Gundula Schiffer zwischen den Sprachen hin und her. Da ist das Hebräische, aus dem sie übersetzt, da ist das Deutsche, in dem sie dichtet. Dazwischen aber spannt sie Fäden aus Worten, Versen, Gedichten. Greift Motive aus der einen Sprache auf und überträgt sie, überträgt sich in die andere, verknüpft beide Dichtersprachen, verknotet, friemelt auseinander. Bis sie sich endlich von Jerusalem in den Arm nehmen lässt.

Aus dem Vorwort von Adrian Kasnitz

Gundula Schiffer lebt als Literatin und Übersetzerin aus dem Hebräischen, Französischen und Englischen in Köln. Sie studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie in München. Anschließend widmete sie sich der hebräischen Sprache und Literatur, u.a. an der Hebräischen Universität in Jerusalem, und promovierte 2010 über die Poesie der Psalmen in der Übersetzung von Moses Mendelssohn. 2014 erhielt sie für ihre Arbeit an Lea Goldbergs Roman Avedot / Verluste das erste Nachwuchsstipendium für Literaturübersetzer der Kunststiftung NRW. www.gundula-schiffer.de

Zum Buch „Verluste- Antonia gewidmet“:
Berlin 1932. Der aus Russland stammende, hebräische Dichter Elchanan Jehuda Kron forscht in Berlin über arabische Mystik und begegnet während einer Zugfahrt der Studentin Antonia Dieterle. Wenig später verliert er die Handschrift eines Gedichts aus seinem Zyklus Die Gottesflucht. Kron ist ein ruheloser Künstler, der nach seiner jüdischen Identität, seiner Heimat und seiner Berufung als Schriftsteller in der „heiligen“ Sprache fragt. Kron kehrt nach Erez Israel zurück, als zwei Orientalisten das gefundene Gedicht als angeblich antichristlichen Text brandmarken. Bevor Kron Berlin verlässt, widmet er Antonia seinen Gedichtzyklus.
Verluste ist ein Künstler- und Liebesroman in ungewöhnlicher Form. Hier wird auf dem Fundament biblisch-hebräischer Sprache geschrieben, die mit ihrer archaischen Kantigkeit und Schlichtheit von besonderer emotionaler Wucht, ja elektrisierender Dichte ist. 1935, unmittelbar nach ihrer Ankunft im Mandatsgebiet Palästina und unter dem Eindruck ihrer Studienjahre in Deutschland, begann Goldberg, an Verluste zu schreiben. Doch in Israel erschien der Roman erst posthum 2010. Mit der Figur des Professor Klaus Peter Bracke setzte sie darin dem Bonner Doktorvater Professor Paul Ernst Kahle ein literarisches Denkmal. http://www.arco-verlag.com/

Lea Goldberg (1911 in Königsberg – 1970 in Jerusalem) gilt als eine der bedeutendsten Dichterinnen hebräischer Sprache. Sie wuchs in Litauen auf, studierte in Kaunas und Berlin, promovierte an der Universität Bonn in Semitistik und emigrierte 1935 ins damalige Mandatsgebiet Palästina. Durch ihr eigenes vielseitiges Werk, das sowohl Lyrik als auch Romane, Erzählungen, Theaterstücke und Kinderbücher umfasst, sowie durch ein umfangreiches übersetzerisches Œuvre, vor allem aus dem Russischen und Italienischen, holte Goldberg das Erbe der europäischen Literatur ins Hebräische.[GS]