Als ich vor fast 20 Jahren meinem Format „Musik und Literatur“ den Namen „Literaturkonzerte“ gab, wurde ich immer wieder gefragt, was denn Literaturkonzerte sind.
Heute aber ist der Begriff in aller Munde. Viele Literaturhäuser, Theater, Museen oder „Dritte Orte“ haben entdeckt, dass das Format einen besonderen und beliebten Hör-Genuss bietet. Jeder macht’s ein wenig anders und Literaturkonzert Köln ist ein Treffpunkt.
Ich entwickle die Ideen, schreibe und sortiere die Texte, spreche Musiker und Institutionen an, und jedes neue Literaturkonzert ist ein Abenteuer. Musik und Literatur gehen aufeinander zu und erzählen auf ihre Weise. Dass dies über so viele Jahre gelingt, ist nicht selbstverständlich für ein Unternehmen das keiner festen Institution angehört und sich aus eigener Kraft tragen muss. Ganz zu schweigen von den immer höheren Hürden, die durch KI und neue Inhalte genommen werden müssen und die doch eigentlich nichts mit unserer Arbeit und der persönlichen Begegnung zu tun haben.
Zu den Hörstücken, die wir schon eine Weile im Programm haben weil sie immer wieder gerne angenommen werden, sind natürlich auch neue Ideen hinzugekommen. „Sommerfrische“ ist z.B. ein Programm, in dessen Zentrum, literarisch gesprochen, ein Sommerwind weht. Wälder, Sonne, Möwen, Meeresstrand – Gedichte gehören gesprochen, nicht nur gelesen und die Musik lädt ein, die Seele baumeln zu lassen. In „Nils Holgerssons wunderbare Reise“, hören Sie Ausschnitte aus dem Roman von Selma Lagerlöf, die als erste Frau den Schwedischen Nobelpreis für Literatur bekam. Die Geschichte ist mehr als ein Kinderstück von Walt Disney! Musikalisch wird das Konzert getragen von Edward Grieg oder Jean Sibelius. Neu entstanden ist auch eine Hommage an E.T.A. Hoffmann, in Zusammenarbeit mit der VHS Ahaus. „Elternzeit“ ist eine Collage aus großartigen literararischen Texten, die sich darauf beziehen, dass wir alle einmal Kinder waren oder vielleicht Eltern sind. Das ist sehr unterhaltsam und zuweilen nachdenklich stimmend. Hierzu hat das Duo Weierink/Brolund mit Saxophon und Gitarre eigene Musiken entwickelt. Der Schneesturm, nach der Erzählung von Alexander Puschkin, wartet mit virtuoser Klaviermusik russischer Komponisten auf und ist ein wunderbares Programm für die Winterzeit.
Sie sehen, es tut sich einiges! Wir werden sicher wieder in Köln, Nürtingen, Schöppingen, Stuttgart, Hamburg, Bad Godesberg und vielen unserer „Stammbühnen“ zu erleben sein. Sollten Sie mit uns planen wollen, sprechen Sie mich gerne an – Telefonnummer und Mailadresse finden Sie unter „Kontakt“.
